Das Zitronengewächshaus der Burg

Das Zitronengewächshaus der Burg

Pfeiler und Mauern haben überlebt und erinnern noch heute an die blühende Vergangenheit der Zitronen in Limone. Um eine antike, geschichtlich und kulturell äußerst interessante Tätigkeit wieder aufleben zu lassen, hat sich die Stadtverwaltung von Limone für den Erwerb des Zitronengewächshauses der Burg durch die öffentliche Hand eingesetzt.
Dieses Gewächshaus befindet sich im alten Ortskern zwischen dem Berg, der Via Orti und der Via Castello. Die insgesamt 1.633 m2, welche die Limonaia einnimmt, erstrecken sich über mehrere Terrassen, die so genannten còle – drei auf der einen, vier auf der anderen Seite. In der Mitte liegt der Geräteschuppen (casèl). Der bauliche Ursprung des Gewächshauses geht auf den Anfang des 18. Jahrhunderts zurück.
Nachdem es im Besitz einiger der wohlhabendsten Familien des Ortes gewesen war (Familie Amadei, Bertoni, Patuzzi, Girardi, Polidoro), wurde es 1926 von Giuseppe Segala erworben, dessen Erben es 1995 an die Stadtverwaltung abtraten.
Nach den ersten Reinigungsmaßnahmen der Terrassen, dem Auswech_seln der Balken und Träger (sparadòs und cantér) im Jahr 1997 und der Erneuerung des Gebäudedachs am Eingang (1999) hat die Gemeinde mit einem Beitrag der Region Lombardei bzw. der lokalen Naturparkverwaltung im Rahmen des Entwicklungsplans ländlicher Gebiete 2000-2006 zahlreiche weitere Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt: In den Jahren 2002-2003 wurden das mittlere Gebäude restauriert, die Bewässerungskanäle wiederhergestellt, Toiletten errichtet, die Elektroanlage installiert und die obere Bodenschicht zweier Terrassen erneuert.
Im April 2004 wurden rund 50 Zitrusgewächse angepflanzt: Zitronen, Zitronatzitronen, Pampelmusen, Mandarinen, Bitterorangen, Clementinen und Kumquats. Seit dem 22. Juli 2004 ist das Gewächshaus nun der Öffentlichkeit zugänglich.

Text: Domenico prof. Fava